Restaurant „Wistuwa zum Saüwadala“
13, rue de l‘Arsenal

F-68100 Mulhouse l

Tel. 0033 3 89 - 45 18 19

Inhaber: Herr Jacques Serpin

Geöffnet von 12.00 bis 14.00 Uhr und von 19.00 bis 01.30 Uhr
Ruhetage: Sonntag und Montag Mittag
 

Das Restaurant liegt im Zentrum von Mühlhausen, nicht weit vom Markplatz in einer Seitenstraße. Am besten parken sie im großen Parkhaus des Hochhauses „Europahaus“ und gehen zu Fuß den kurzen Weg durch die Innenstadt (mit ihren interessanten Schaufenstern von Antiquitäten-Läden, Konditoreien, Fachgeschäfte für Küchenzubehör, Käse-Laden usw.). Mit dem Auto direkt zum Lokal zu fahren, ist nicht zu empfehlen, da die wenigen Parkplätze in der Nähe des Restaurants regelmäßig belegt sind.

Wörtlich übersetzt heißt dieses Lokal „Zur Schweinshaxe“. Dem Fleischlieferanten „Schwein“ ist auch die Speisekarte und die Einrichtung des Lokales gewidmet. Ein solches Lokal vermutet man eigentlich in den romantischen Orten entlang der Weinstraße an den Vogesenhängen und nicht in der „Großstadt“ Mühlhausen.
Wir waren an einem Samstag-Abend in dem Lokal und es war bis etwa 20.00 Uhr abends rappelvoll. Es empfielt sich deshalb dringend, sich telefonisch anzumelden.

In dem sehr gemütlich eingerichteten Lokal mit deutlichem Elsässer Stil herrscht die Farbe rot vor (rotkarierte Tischdecken, rote Stoff-Tapeten, Lämpchen mit rotkarierten Schirmchen). Zum gemütlichen Stil trägt bei, daß von der Decke Bierkrüge hängen und das gesamte Lokal mit allen denkbaren Figuren und Abbildungen der Gattung Schwein dekoriert ist.

Begrüßt wurden wir vom freundlichen Chef mit Schnauzbart, der sowohl hinter der großen Theke als auch im Restaurant serviert und sich nach der Zufriedenheit seiner Gäste erkundigt.

Auffallend ist die blitzende Sauberkeit des Lokals in allen Winkeln, was bei der Dichte der Einrichtungsgegenstände nicht immer selbstverständlich ist.

Auf Empfehlung des freundlichen Obers hatten wir „Biere Noel“, also Weihnachtsbier einer Elsässer Brauerei (dunkel und sehr süffig, zu empfehlen!), das Glas zu 2,50 EURO.

Als Vorspeise hatten wir einmal Zwiebelkuchen (zu 4,80 EURO) und als andere Vorspeise ein Dutzend Schnecken in Kräuterbutter (die Schnecken noch heiß brutzelnd, der Zwiebelkuchen leider nur lauwarm, was jedoch seiner Schmackhaftigkeit keinen Abbruch tat).

Als Hauptspeise dann weichgeschmorte, panierte und knusprig ausgebackene Schweinsfüsschen (ich gebe es zu, dies ist nicht jedermanns Geschmack, sie sollten es jedoch probieren, mir hat es vorzüglich geschmeckt) zu 12.50 EURO. Dazu wurde eine cremige säuerliche Sauce mit Kapern serviert (sehr fein und passend zu dem Gericht) sowie kross gebratene Kartoffel-Würfelchen. Außerdem gab es dazu ein Schüsselchen knackiger grüner Salat.

Das zweite Hauptgericht waren rosa gebratene nussige Kalbsnierchen mit sehr guten Spätzle und einer vorzüglichen sahnigen Senfsauce (zu 15,40 EURO).

Die Tische des Lokals sind zwar relativ eng gestellt, was jedoch nur das gemütliche Ambiente unterstützt.

Zum Schluß hatten wir einen „Café Saüwadala“, sehr heiß mit ordentlich Alkohol und teuflisch gut. Außerdem einen guten Espresso, dazu ein großes Stück Apfelkuchen flambiert mit Calvados.

Dazwischen als „Fett-Zertrümmerer“ hatten wir zwei klare „Eau de vie“ bzw. Schnäpse und zwar einen vorzüglichen Marc de Gewürztraminer und einen „Fleur de Biere“.

Insgesamt ein sehr empfehlenswertes Lokal für einen gemütlichen Abend mit deftiger originaler Elsässer Kost. Die Weinkarte listet ebenfalls die besten Weine der Elsässer Weinstraße zu akzeptablen Preisen auf.

 

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