Restaurant „Le Monarque“
23, rue de Berne
F-25230 Seloncourt

Tel. 0033 3 81 - 37 12 39
Fax 0033 3 81 - 35 45 85

Inhaber und Chefkoch: Monsieur Lambert

Ruhetage: Samstag Mittag, Sonntag Abend, Montag
Öffnungszeiten der Küche: 11.45 Uhr bis 14.00 Uhr und 19.00 Uhr bis 21.00 Uhr

So stellt man sich eigentlich den Empfang als „Gast“ in einem Restaurant vor:

Schon am Haupteingang wurden wir vom Chef, Monsieur Lambert (eindrucksvoll in voller Koch-Montur und mit hoher Kochmütze) sehr freundlich mit Handschlag begrüsst.

Eine freundliche Dame nahm uns die Jackets ab und wir wurden dann vom Chef persönlich zu unserem reservierten Tisch begleitet. Ein solch herzliche Begrüßung (wir waren immerhin das erste Mal in diesem gastlichen Restaurant) stimmt den Gast schon von Anfang an sehr positiv auf die kommenden kulinarischen Genüsse ein.

Hier wird das praktiziert, was wir uns von einem Restaurant wünschen: zunächst die herzliche Freundlichkeit verbunden mit dem Gefühl, willkommen zu sein, dann die Qualität der Speisen und zum Schluß die Gemütlichkeit der Räume des Restaurants. Bei diesem Lokal stimmen alle diese Voraussetzungen in vollem Umfang.

Der Speisesaal mit hellem Parkettboden ist in den warmen Farbtönen gelb und rot gehalten (auch die Tischdecken sind in dem provencalischen Gelbtönen gehalten). Die Besitzer haben eine Vorliebe für Hahn und Hühner, so daß deren Figuren in allen Variationen in Ton und Metall als Dekoration aufgestellt sind.

Nach dem Überreichen der Speisekarte erklärt der Monsieur Lambert die Gerichte der Speisekarte bzw. die Folgen der Menüs und gibt Tagesempfehlungen bekannt. Auch unsere Fragen über die Herstellung und Zusammensetzung von Gerichten werden freundlich und umfassend beantwortet.

Besonders zu erwähnen ist, daß die Preise – vor allem für die angebotenen Menüs – sehr gastfreundliche kalkuliert sind. Es werden 3 Menüs angeboten und zwar für 18.50, 23,00 und für 38,00 EURO.

Als Amuse bouche wird zu Beginn eine warme Creme von Le Puy-Linsen (cremig aufgeschlagen mit Gänseleber) mit Würfeln von Schinken gereicht, dazu eine Toast-Scheibe mit Räucherlachs.

Anschließend nahmen wir als Vorspeise Gänseleber-Törtchen gefüllt mit Brokkoli, mit Weingelee und einem kleinen Salat mit frischen Sprossen.

Dazu hat uns der Chef einen Süsswein und zwar aus der Gascogne empfohlen (vorzüglich, frisch und nicht zu süss, vielen Dank für diese Empfehlung!).

Als zweite Vorspeise haben wir uns für frischen Salat mit dünnen Scheiben von Bloc de foi gras (pure Gänseleber) und Scheiben von geräucherter Entenbrust entschieden. Der Salat war sehr knackig mit Bohnen, frischen Sprossen usw.

Dann gab es Wildhase mit gerösteten Spätzle, dazu Blaukraut und – eine viel zu wenig angebotene Spezialität – milchsauer vergorene Rübchen (Navets) in Streifen geraspelt. Dazu eine einreduzierte kräftige Wildsauce, alles sehr delikat.

Das zweite Hauptgericht war geschmorte Brust von Bresse-Huhn mit frischen Pfifferlingen, einem lockeren Brokkoli-Flan und fein mit Knoblauch abgeschmecktes Kartoffelgratin.

Nach dem Hauptgericht haben wir als „Trou Gascon“ (also um den Magen zu besänftigen) als Spezialität der Gegend einen klaren Brand von der Enzianwurzel und ein sehr feinen Likör von Tannenspitzen genossen. Diese Digestiv wurden in gekühlten Gläsern und mit der richtigen Temperatur serviert. Auch hier hat uns Monsieur Lambert beraten und diese örtlichen Spezialitäten empfohlen.

Zum Schluß dann eine Auswahl von regionalen Käsespezialtäten (Comté, Morbier und Munster). Wenn die Käseauswahl bei dem Menü nicht enthalten ist, dann kostet dieser Käseteller nur 3,00 EURO.

Zu unseren Menüs haben wir einen Arbois Chardonnay „Les Messagelius“ von 2003 gewählt. Dieser Wein sollte nicht zu kühl getrunken werden (natürlich wurde vom Chef auch darauf geachtet), dann kommt das vorzügliche volle Aroma mit einem Geschmack nach Trockenpflaumen, Holz und Wald erst richtig zur Geltung. Ein vorzüglicher Wein aus der südwestlich gelegenen Gegend um Arbois, diese Weine mit dem ganz charakteristischen Duft und Geschmack sind bei uns in Baden leider kaum in den Restaurants angeboten.

Wir können ihnen dieses gastliche Haus sehr empfehlen, denn dort wird wirklich preisgünstig der Gast im wahrsten Sinne des Wortes verwöhnt. Wir haben für zwei vorzügliche Menüs mit anschließender Käseplatte und zusätzlich Nachspeisen, zwei Apperitiv, eine sehr gute Flasche Wein, zwei Digestiv, zwei mal Kaffee, Süsswein zur Gänseleber, Mineralwasser usw. insgesamt knapp über 120 EURO bezahlt. Es wird sicher schwierig sein, dieses Preis-/Leistungsverhältnis einschließlich der freundlichen Atmosphäre in anderen Restaurants zu finden.

Wir empfehlen, auf jeden Fall telefonische Anmeldung und Reservierung, wir waren an einem Freitag abend dort und der relativ kleine Speisesaal war komplett ausgebucht.

Die Entfernung von Glottertal sind knapp 120 km. Seloncourt ist über die Autobahn, sodaß sie in 1 1/4 bis 1 1/2 Stunden dort sind. Parkmöglichkeit direkt vor dem Haus. Das Restaurant ist am östlichen Ortsende von Seloncourt direkt an der Hauptstraße.

 

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