Restaurant de la Paix

Restaurant de la Paix
17, rue de Verdun
F-25340 Clerval

www.restaurantdelapaix.fr 

Tel. 0033 3 81 - 97 81 85 

Inhaberin und Chefköchin: Nathalie Jacoulot  
Insgesamt 80 Sitzplätze (Erdgeschoß und 1. OG) 

Geschlossen Mitte August 2 Wochen, die letzten 2 Wochen im Dezember

Empfehlung: Platzreservierung

Das Restaurant direkt am südlichen Ortseingang von Clerval ist von außen relativ unscheinbar d.h. man könnte meinen, es ist eine „normale“ Bar mit Wettbüro. Es befindet sich direkt an der Hauptstraße, sodaß leider am Restaurant keine Parkplätze sind (aber etwas südlich in der breiten Seitenstraße gegenüber der Metzgerei sind genügend Parkplätze).

Bereits beim Studium der ausgehängten Speisekarte merkt man jedoch, daß es sich um ein Restaurant mit höherem Anspruch handelt. Wir waren Ende November 2006 an einem Freitag mittag in Clerval, wurden sehr freundlich empfangen und in den Speisesaal im 1. Obergeschoß begleitet. Im Erdgeschoß befindet sich die Theke und die Tische für die Tagesgäste (offenbar Stammgäste, die offensichtlich mit Genuß das Tagesgericht – an diesem Tag Muscheln im Weinsud – gegessen haben).

Der Speisesaal im 1. Obergeschoß hat den Flair dieses historischen Hauses, das aus dem 18. Jahrhundert stammt (also Sichtmauerwerk, alte Balken, ein großer offener Kamin). Die Tische sind mit gelben Damast-Tischdecken eingedeckt, sehr reizvoll die Trinkgläser (teils schräge Form bei den Wassergläsern oder gewellter Stiel bei den schönen Weingläsern). Dieser Speiseraum ist relativ klein mit nur 6 Tischen, sodaß insgesamt eine sehr gemütliche Atmosphäre entsteht.

Mittags wird das Tagesmenü angeboten, das zu einem unschlagbaren Preis von nur 18,00 EURO folgende Auswahlmöglichkeiten bot (das Angebot ist auf einer Schiefertafel mit Kreide geschrieben) – dabei werden die Speisen gerne vom Servicepersonal erklärt und auch umfassende Informationen zu den Getränken gegeben:

Auswahl unter 3 Vorspeisen:
- Tarte fine mit Filet Rougets (Blätterteigpastetchen mit Rotbarben-Filets)
- Duo von zweierlei Schinken mit Melonensorbet
- Salat mit Entenbrust

Auswahl unter 3 Hauptspeisen:
- Rinderfilet mit Beilagen
- Steak de Requin
- gebratene Entenbrust mit Beilagen

Wir nahmen natürlich das Menü zu 18,00 EURO und hatten folgendes sehr schmackhaft zubereitetes Essen:

Als Aperitif hatten wir als Empfehlung des Obers eine Spezialität aus der Region, ähnlich dem Pineau des Charantes (also Cognac mit Traubensaft in Eichenfässern gereift), gut gekühlt und sehr fein.

Als Amuse Bouche bzw. Gruß des Hauses bekamen wir Frischkäse gemischt mit Gurkenwürfeln und eine Scheibe geräucherte Entenbrust (natürlich im Menü enthalten!).

Als Wein hatten wir ausgewählt einen spritzigen sehr gut gekühlten Arbois-Chardonnay (die halbe Flasche zu 10 €), sehr feiner Duft und Geschmack nach grünen Äpfeln, sehr erfrischend und unbedingt zu empfehlen!
Dazu vom Haus selbst gebackene knusprige kleine Semmeln – sehr köstlich.

Die Vorspeise war dann das Duo vom Schinken (je eine große Scheibe gekochten und sehr saftiger Schinken und geräucherter Schinken), dazu Sorbet von der Melone mit weißem Portwein übergossen.

Die andere Vorspeise war das Blätterteig-Törtchen belegt mit einer saftig gebratenen Rotbarbe. Dazu knackiger Salat (Ackersalat und Rucola) mit Pesto-Creme.

Als Hauptgericht hatten wir dann zwei mal die rosa gebratene Entenbrust mit sehr knusprig fritierten und hausgemachten Pommes frites, dazu dünne grüne Bohnen. Alles frisch, heiß und excellent.

Zum Schluß (und auch noch zum Menü für 18,00 EURO gehörend) für uns völlig überraschend eine umfangreiche Dessert-Auswahl in kleinen Töpfchen auf einer Platte arrangiert Creme brulée, Mouse au chocolat, Schnee-Eier in Creme Anglaise, Sahne und ein köstliches Schoko-Törtchen. Enorm umfangreich, alles sehr fein und wahrlich nicht für Kalorienzähler.

Im Hinblick auf den Preis des Menüs und die gebotene hohe Qualität und Anzahl der Speisefolgen würde man sich wirklich wünschen, daß dies auch in näherer Umgebung unseres Wohnortes zu finden wäre.

Zum Schluß sehr guter Espresso aus Designer-Tassen und als Digestif ein excellenter fassgelagerter Marc de Bourgogne.

Insgesamt ein großes Lob für die Chefin Nathalie Jacoulot, die (nach den im Speisesaal aufgehängten Urkunden und Schriftstücken) eine freundschaftliche und kollegiale Verbindung zu dem weltbekannten Koch Paul Bocuse hat, der ebenfalls die Kochkünste von „Nathalie“ rühmt.

Wir waren jedenfalls rundum zufrieden, insbesondere vom gebotenen Preis-/Leistungsverhältnis und werden mit Sicherheit so bald wie möglich wieder kommen und natürlich bei allen Gelegenheiten das Restaurant weiterempfehlen.

 

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